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Von Absiko nach Narvik

Auf dieser Seite stelle ich eine sehr gut zugängliche und sehr lohnende Tour in  Nordland vor. Links zu Einführungen ins Wildniswandern und Touren finden sich am Ende der Seite. Die Tour hat sich ein Favorit herauskristallisiert, den ich oft mit Jugendlichen gegangen bin und in vielfacher Hinsicht mehr Abenteuer als die ausgetretenen Pfade bietet. Nur für Kundige!

Routenbeschreibung Abisko – Beisfjord

Diese kurze Genusstour ist eine Alternative zu den vielen Routen weit ab der Zivilisation: Sie bleibt relativ in der Nähe der Bahnlinie, wovon man aber recht wenig merkt. Dafür wartet sie aber mit einigen Abenteuern auf. Als Kartenblatt reicht die schwedische Fjällkarte BD 10 (Absiko) die auch den Bereich bis Narvik mitabdeckt.

1.Tag / Ankommtag

Anreise mit dem Nachtzug Stockholm - Narvik. Aussteigen in der Bahnstation Abisko Turist. Von hier aus auf den Kungsleden. Im ersten Teil befindet Ihr Euch im Absiko Nationalpark, hier ist kein wildes Zelten gestattet. Nach ca. 4 km kommt auf dem Kungsleden ein Platz, auf dem das Zelten gestattet ist. Empfehlung: Hier übernachten und nochmal den grandiosen Canyon anschauen.

2.Tag: Abisko – Abiskojaurestuga

Den zweiten Tag ebenfalls zum Eingewöhnen auf der Wanderautobahn Kungsleden bis zur Abiskojaurestuga. Von der Abiskojaurestuga nicht mehr dem Kungsleden folgen, sondern auf den Weg Richtung Unna Allakassturna einschwenken. Kurz (ca. 4 km) hinter der Stuga gibt es einen passablen Zeltplatz.

3.Tag: Abiksojaurestuga – Stugar Kärpel Windschutz

Ihr folgt dem markierten Weg zur Unna Allakassturgarnor. Kurz vor einer Brücke schwenkt ihr nach rechts in ein Hochtal ein. Hier geht es (teilweise ohne den Weg zu sehen und auf jeden Fall unmarkiert) weiter. Die gepunktete Linie bedeutet nur empfohlene Wanderstrecke.

Die Orientierung ist nicht sehr schwierig, immer dem Wasser nach. Beachtet, dass ihr etwa in der Mitte des Hochtales die Seiten wechseln müsst. Am Ende des Hochtales erreicht ihr einen kleinen Unterstand (mit Nottelefon), in dessen Umgebung sich einige passable Zeltplätze finden lassen und den markierten Wanderweg „Riksgränsenpfad“. Da das Gelände weglos ist, die Entfernung nicht unterschätzen und die Passage evtl. auf zwei Tage aufteilen.

Alternative: Wenn die Querung zu schwierig ist, lauft weiter zur Unna Allakassturna und von dort folgt ihr dem „Riksgränsenpfad“ Richtung Süden und kommt so auch in zwei Tagen zum Stugor Kärpel Windschutz.

4.Tag

Ein kurzes Stück auf dem Riksgränsenpfad, dann vor dem Gatterjärvi weglos nach westen bis nach Katterat. Katterat ist eine Bahnstation, in der es sprichtwörtlich gar nichts ausser einer Bahnstation gibt, weil sie nicht an die Strasse angeschlossen ist. Rechtzeitig nach einem geeigneten Zeltplatz Ausschau halten.

Alternative: Wenn Euch weglos zu anstrengend ist und ihr einkaufen wollt, folgt ihr einfach dem Riksgränsenpfad bis Katterjakk / Riksgränsen. Hier gibt es beim Hotel einen kleinen Lebensmittelladen, der Weg durch den oberen Teil des Skigebietes ist aber nicht sehr romantisch. Zunächst weiter auf dem Rällervägen (einem gut ausgebauten Spazierweg) und dann auf einem der Wanderwege Richtung Katterat. Achtung: Der Weg übers Nordalen endet tatsächlich auf der Bahnlinie, etwas suchen, der Abstieg ist ohne den Weg zu treffen nicht so lustig.

5.Tag

Beim Bahnhof in Katterat geht seht ihr direkt gegenüber der Schienen ein grosses T und eine Leiter. Hier beginnt Euer Weg zur Hunddalen Hütte. Es geht gleich ordentlich bergauf, dann aber gemütlich weiter auf einer Hochfläche. Lauft etwas über die Hunddalenhütte hinaus, wenn ihr die Abenteuervariante angehen wollt.

Alternative: Es gibt auch einen wenig anstrengenden Fahrweg von Katterat zum Hundsdalen, den mensch auch nehmen kann.

6.Tag Hundsdalenhütte, Lossivatnet (Abenteurervariante)

Eine herausfordende, aber unbegreiflich schöne Tour – allerdings nur mit gescheiter Ausrüstung zu machen (Gamaschen, Bergschuhe, Sonnenschutz) und nur wenn ihr Euch vorher mit dem richtigen Begehen von Steilschneefeldern auseinandersgestzt habt. Pickel etc. ist in der Regel überflüssig.

Der Weg wird hauptsächlich als Winterweg genutzt. Ihr lauft zunächst zum Leirvatnet und achtet genau auf die Karte. Hier geht es dann steil bergauf bis zur Moräne des harmlosen Rienatckka. Der Gletscher ist nur wenige Zentimeter dick.Auf dieser entlang, Orientierung nicht verlieren und runter zum Lossivatnet, allerdings nicht weiter zur Hütte. Hier erwartet Euch ein total toller Zeltplatz, eingerahmt vom Gletscherszenario!

7.Tag Lossivatnet – Skamdalsbakk

Ihr überquert den Zufluss des Rienatvaggi, die Querung kann manchmal etwas schwierig sein. Dann geht ihr in das Nihekvaggi und runter ins Skamdalsback. Kurz bevor es im steil hinuntergeht nochmal zelten – und das unglaublich schöne Hochtal genießen. Der Weg verliert sich manchmal, ist an den Schlüsselstellen (Abzweigung ins andere Tal, Abstieg) jedoch gut markiert.

8.Tag Skamdalsbakk- Beisfjord

Nun recht harmlos absteigen, am Skamdasvattnet vorbei (sehr viele kleine Hüttchen und viele verschiedene Wegvarianten) auf dem Fahrweg des Skamdalsen und weiter auf dem Fahrweg Richtung Beisfjord. Netter Ausklang, von Beisfjord (kleiner Laden) fährt ein Bus nach Narvik.

9.Tag: Verlängerung: Von Beisfjord nach Rombak auch auf sehr schönem Weg.
6./ 7 Tag: Nicht Abenteuervariante:

Einfach vom Hundsdalen das Ollavaggi entlanglaufen, bis zum Cunojavri und weiter Richtung Skjomdalen. Von hier aus wieder zur Lossiyttene aufsteigen und der Wegbeschreibung folgen. Mindestens 1 Tag länger.


Anmerkung: Wenn die Tour zu lang ist, gibt es verschiedene Einstiegspunkte (Katterat, Katterjak). Ich freue mich über Rückmeldungen!

Hier findet Ihr die passenden Karten (Werbung): Der Nordland-Shop: Alles zum Thema Skandinavien


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Last update: 
11.1.2006